Protokoll OSBF Interoperabilitäts-Projektgruppe Kickoff
3. Juli 2008, Microsoft Unterschleißheim
Teilnehmer:
Novell: Frau Sabine Söllheim
1&1: Herr Eul, Herr Löffler
OpenXchange: Herr Jürgen Geck
Redhat: Herr Jan Wildeboer
Bird & Bird: Frau Picot, Herr Duisberg
Sopera: Herr Dietmar Lenzen
Zend: Herr Jürgen Langner
CORISECIO: Herr Elmar Beck
Zimory: Herr Behrend Freese
Microsoft: Frau Schäfer, Herr Urban
NIK: Herr Michael Nordschild
OSBF: Herren Seibt, Hartl, Heilmayr
1&1: Herr Eul, Herr Löffler
OpenXchange: Herr Jürgen Geck
Redhat: Herr Jan Wildeboer
Bird & Bird: Frau Picot, Herr Duisberg
Sopera: Herr Dietmar Lenzen
Zend: Herr Jürgen Langner
CORISECIO: Herr Elmar Beck
Zimory: Herr Behrend Freese
Microsoft: Frau Schäfer, Herr Urban
NIK: Herr Michael Nordschild
OSBF: Herren Seibt, Hartl, Heilmayr
Ablauf:
10.00 – 12.45 Uhr Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer
12.45 – 13.45 Uhr Mittagessen
13.45 – 14.30 Uhr Vorstellung Interoperabilitätsstrategie und Open Source Strategie, Microsoft
14.45 – 15.45 Uhr Projektgruppenarbeit Brainstorming Interoperabilitätsprojekte
15.45 – 17.00 Uhr Zusammentragen und Entscheidung für Projekte
12.45 – 13.45 Uhr Mittagessen
13.45 – 14.30 Uhr Vorstellung Interoperabilitätsstrategie und Open Source Strategie, Microsoft
14.45 – 15.45 Uhr Projektgruppenarbeit Brainstorming Interoperabilitätsprojekte
15.45 – 17.00 Uhr Zusammentragen und Entscheidung für Projekte
Inhalt:
Begrüßung und Einleitung mit den Grundregeln und Zielen für die Interoperabilitäts-Projektgruppe durch Herrn Andreas Hartl, Director Plattform Strategie und OSBF Vorstand.
Vorstellung der Teilnehmer:
1. Frau Söllheim von Novell: Senior Produkt Marketing Managerin im Bereich Virtualisierung und SAP (Partnersolutions) im Strategie- und Marketingbereich Europa. Interesse an der Projektgruppe um Interop für proprietäre und Open Plattform Solutions voranzutreiben, was teilweise durch technische Kollaboration mit Microsoft schon geschieht. Vertreterin der globalen Organisation und möchte Verständnis für Interoperabilitätsbedürfnisse der Kunden mitnehmen. Frage kam auf ob man Samba mit integrieren kann, diese Möglichkeit wird von Frau Söllheim geprüft.
2. Herr Eul und Herr Löffler von 1&1: Herr Eul ist Head of Development Hosting seit 1.6.08. Herr Löffler leitet das Hosting Platform Team mit dem Spezialgebiet Crossplattform Development. Interesse an Interop um die Kommunikation der Kunden auf den unterschiedlichen Plattformen untereinander zu verbessern und in Richtung SaaS. Aufgabe des Crossplattform Developments ist es die Hostingangebote auf unterschiedlichen Plattformen mit möglichst geringem Unterschied anbieten zu können. Dort fehlen oft klare einfache Schnittstellen für effizientes Deployment und einfache Wiederverwendbarkeit. Auch die gesetzlichen Vorgaben zur Datenhaltung sind eine Herausforderung. Interesse an der Mitentwicklung von Standards.
3. Herr Geck von Open Xchange: CTO. Enge Zusammenarbeit mit 1&1. Teilweise in Wettbewerb mit Microsoft, teilweise nicht. Feedback an Microsoft daß es sehr positiv ist wieviel Dokumentation geöffnet wurde, aber es leichter gemacht werden muß für Developer mit diesen Infos zu arbeiten. Open Xchange hat 30-40 Mitarbeiter, ca. 20 davon auf technischer Seite.
4. Herr Wildeboer von RedHat: OpenSource Evangelist in EMEA und Vertreter der Open Source Affairs (Lobbyarbeit) in EMEA. Für RedHat wird Interoperabilität zunehmend wichtiger, sie vertreten das Ziel einen Open Standards Bus zu etablieren an dem sich alle Hersteller orientieren müssen und andocken können. In Deutschland hat RedHat ca. 150 Mitarbeiter.
5. Frau Picot und Herr Duisberg von Bird & Bird: Herr Duisberg ist Partner bei Bird & Bird, einer internationale Kanzlei mit branchenfokussieren, im Bereich IT sehr bekannt. Seit 5 Jahren in Deutschland mit einer Subfocus-Gruppe Open Source. Frau Picot ist Mitglied dieser Subfocus-Gruppe mit viel Expertise vor allem auch im Bereich Urheberrecht und Lizenzrecht. Sie möchten gerne die Trends besser verstehen und können das Knowhow in den zwei Dimensionen Rechtliche Vorschriften und Vertragliche Inhalte beisteuern.
6. Herr Lenzen von Sopera: Project Manager. Sopera hat den SOA Bus der Deutschen Post umgesetzt und bietet diesen jetzt als Produkt in der Firma Sopera an. In dem Projekt viel Erfahrung mit Anbindung von Proprietären und Open Source Systemen gesammelt von Kundenseite aus. Interesse an der Weiterentwicklugn in Richtung SaaS und dort speziell an den Interop-Fragen in Richtung Hosting. Standards sind ein wichtiges Thema dafür. Auch Erfahrung in der Umwandlung von Freeware zu Open Source.
7. Herr Langner von Zend: Global Marketing Director. Zend ist die PHP Company. Zend hat eine enge Verbindung mit der Eclipse Foundation aber auch schon länger Zusammenarbeit mit Microsoft um PHP auf Windows schneller zu machen. Interesse diese Interop Tätigkeiten auch in Richtung SOA etc auszubauen.
8. Herr Beck von Corisecio: Geschäftsführer, zuständig für den technischen Bereich. Corisecio ist im Securitybereich mit einer Freeware-Lösung tätig, gerade im Prozess diese Open Source zu machen. Schwerpunkte sind SOA, SAP, Datenbanke und mobile Geräte. Ihre Lösung baut voll auf Standards auf. Interesse die Interoperabilität im Securitybereich zu verbessern.
9. Herr Freese von Zimory: CEO. Ausgründung aus DTAG Forschungsbereich, kennen TSI sehr gut, entwickeln Lösung die nicht genutzte Ressourcen im RZ identifiziert und diese als virtuelle Ressourcen auf einem Marktplatz zur Verfügung stellt, kurzfristig und temporär. Lösung ist Open Source basiert aber arbeitet mit vielen Herstellern von Virtualisierungslösungen zusammen, daher starkes Interesse an Interop.
10.Herr Nordschild vom NIK e.V.: Geschäftsführer. Organisieren die Weiterverbreitung der Botschaft aus der OSBF Interop-Projektgruppe für ihre Mitglieder.
11.Herr Seibt vom OSBF: Vorstandsvorsitzender der OSBF. Wichtig daß die Interop-Projekte den Endkunden im Fokus haben und Praktische Lösungen zu Interop entwickeln mit dem Ziel Open Source Business zu fördern. Enge Verbindung zu Standards ist da und es gibt auch die Chance Standards zu setzen durch die Arbeit an den Interop-Projekten. Die Position der OSBF zum Thema Standardisierung wird in einer separaten Arbeitsgruppe „Standards“ erarbeitet, Leitung hat RedHat. Ziel soll sein 3 Projekte und 3 Backup Projekte zu definieren.
12.Herr Heilmeyer vom OSBF: Mitgründer und Vorstand der OSBF und verantwortlich für das Veranstaltungsgeschäft bei Heise. Wichtig für ihn zu verstehen wie die Open Source Szene und wie Microsoft denkt und wie das zusammenpaßt.
Mittagspause
Vorstellung der Interoperabilitätsstrategie von Microsoft durch Sandra Schäfer, Leiterin Interoperabilitätsstrategie bei Microsoft Deutschland:
· Umdenken bei Microsoft hat stattgefunden seit ein paar Jahren, viel Fokus und Investment bei Microsoft auf die Förderung von Interoperabilität im Sinne der Kunden
· Aktivitäten seit 2003 mit Zugang zu IP, speziellen Lizenzformen und Communit-Aktivitäten.
· 2005 zu einer einheitlichen Strategie zusammengefaßt: Interoperability by Desing beruhend auf 4 Säulen:
o Produkte – „out-of-the-box“ –Interoperabilität bei Entwicklung der Produkte sicherstellen (Bsp. Active Directory) und Erweiterung der Produkte zu mehr Interoperabilität (Bsp. Virtualisierung, System Center Erweiterung zum Mgmt von Linux und Unix)
o Community: Engagement mit Kunden, Partnern und dem Wettbewerb, wie beispielsweise der Interop Executive Customer Council, die Interop Vendor Alliance und das lokale Engagement in der OSBF
o Access: Zugang zu IP und Informationen für die Entwickler, spezielle Lizenzformen zur Nutzung dieser Informationen (Bsp. OSP)
o Standards: Microsoft engagiert sich in über 150 Standardisierungsgremien, arbeitet an Standardentwicklung mit und setzt selbst eine große Anzahl von Standards ein
· Im Rahmen der Strategie wurden im Februar 2008 die Interoperabilitätsprinzipien veröffentlicht welche die noch weitere Öffnung der Kernprodukte (Windows Vista mit Dot.Net Framework, Windows Server 2008, SQL Server 2008, Exchange Server 2007, Sharepoint Server 2007, Office 2007 und alle weiterfolgenden Versionen) beinhaltet:
o Öffnung aller Schnittstellendokumentationen, welche von anderen Microsoft-Produkten genutzt werden um sich mit den Kernprodukten zu verbinden (heute bereits über 50.000 Seiten Dokumentation veröffentlicht)
o Datenportabilität verbessern – die Kunden können ihre Datenformate auswählen (Bsp. Mit SP2 von Office 2007 wird ODF als ein Datenformat nativ unterstützt)
o Engagement in der Community – das Interoperabilitätsforum wurde online gestellt, die Document Interop Intiative bringt verschiedene Partner zusammen um das Thema voranzutreiben, im Juni 2008 in München, mit konkreten Projekten welche sich nun darauf ergeben haben und welche als Open Source Projekte umgesetzt werden
o Enagement zu Standards – angekündigt ist die Veröffentlichung von Listen zu den Kernprodukten welche Standards eingesetzt und welche modifiziert wurden, zudem werden die Standardisierungsaktivitäten erweitert, so wird z.B. auch in Deutschland ein National Standards Officer eingestellt
Vorstellung Microsoft Open Source Strategie durch Andreas Urban, Leiter Open Source Strategie bei Microsoft Deutschland:
· Seit 2001 ist Microsoft im Bereich Open Source tätig, angefangen mit Windows CE als der Code von Rotor freigegeben wurde. Seitdem viele Aktivitäten im Bereich Technologie und Partnerschaften.
· Erste Partnerschaft war diejenige mit JBOSS, weitere folgten z.B. mit Zend, Sugar CRM, Novell.
· Microsoft hat auch eigene Technologie unter Open Source gestellt und zwei Open Source Lizenzen anerkannt bekommen.
· Die Strategie beruht auf der Basis Windows und hat zum Ziel Windows als die attraktivste Plattform für Open Source Software zu machen.
· Gleichzeitig agieren wir im Sinne unserer Kunden, welche die freie Wahl zwischen zwei Welten haben möchten. Hier ist das Thema Interoperabilität sehr wichtig, je besser die Windows-Welt in die Open Source Welt integriert ist um so besser für den Kunden und gleichzeitig auch erfolgreich für Microsoft.
· Die auf Sourceforge angemeldeten Open Source Projekte haben bereits heute zu über 50% Windows als Plattform.
Ergebnisse der Gruppenarbeiten / Ausgewählte Projekte
Projekt 1: Connect-a-thon - vorgestellt von Jan Wildeboer – Idee zu einem bestimmten Connector-Thema verschiedene Hersteller und Anwender in einen Raum zu bringen im Rahmen einer Konferenz und dieses durchzutesten um die praktische Interoperabilität für ein sehr spezielles Thema so zielgerichtet voranzutreiben. Diskussion kam später auf daß hier eine gewisse Neutralität und positive Lösungen im Fokus stehen sollten und kein „Wettbewerber-Bashing“
Projekt 2: SaaS Hosting Bus (mit Virtualisierung) - vorgestellt von Herrn Löffler – Entwicklrung eines SaaS Hosting Buses zum Einsatz für Hoster und innerhalb von Unternehmen. Durch diese Lösung sehr einfache Integration von unterschiedlichen Services verschiedenster Anbieter möglich.
Ähnliche Lösung von MS vorhanden - Hosting Mgmt Solution - geht aber nur für MS
Feedback: Gutes Innovationsthema und kann man gut ausbauen
Projekt 3: AASB Authentication/Authorization Service Bus - vorgestellt von Herrn Beck – Entwicklung eines Authentication Services Bus, der es für den Nutzer und den Anwender unerheblich macht welche Sicherheitslösungen verwendet werden und eine einfache Integration der verschiedenen Sicherheits- und Authentifizierungslösungen bietet.
Projektleiter und Zuordnung der Teilnehmer zu den Projektgruppen:
· SaaS Hosting Bus plus Virtualisierung - Lead: Hr. Eul und Hr. Hartl
o Hr. Lenzen
o Hr. Langner
o Fr. Söllheim
o Hr. Eul, Hr. Löffler
o Hr. Freese
o Hr. Hartl
o Hr. Geck
· AASB - Lead: Hr. Beck und DTAG (tbd)
o Hr. Beck
o Hr. Lenzen
o Tom Köhler
o DTAG - über Hr. Freese
o 1&1 (tbd)
- Connect-a-thon - Lead: Hr. Wildenboer und Hr. Seibt (Universität/Medien)
o Herr Seibt
o Herr Heilmayr
o Herr Wildenbour
o Fr. Schäfer
o Herr Geck
o Kunde mit eigenen Entwickler
Zum Abschluß wurden noch die folgenden Punkte festgelegt:
· Nächstes Treffen: September
· Ziel: Projektplan vorstellen mit Timelines und Milestones
· Gastgeber: Novell Nürnberg - Termin tbd


